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Kretschmann: „Lügen über Brandschutz im Holzbau sind vom Tisch“

Ehrung mit dem Zimmerer-Ehrenhut: Diesen bekam der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann bei der Messe Dach+Holz. Dabei nutzte er die Gelegenheit für den Holzbau zu werben.

Die Lügen über den fehlenden Brandschutz im Holzbau gehören der Vergangenheit an! Das betonte der Ministerpräsident von Baden-Württemberg Winfried Kretschmann auf der Messe Dach+Holz International am 29. Januar 2020 in Stuttgart.

Kretschmann sagte: „Ich freue mich, dass die Falschmeldungen über den Brandschutz endlich vom Tisch sind, die den Hochgeschossbau mit Holz über Jahrzehnte lang verhindert haben!" Bei seiner Rede bedankte er sich außerdem für den Zimmerer-Ehrenhut, den er vom Landesverband Holzbau Baden-Württemberg verliehen bekam.

„Aus Klimaschutzgründen ist es allerhöchste Zeit, dass wir diesen nachwachsenden Rohstoff nutzen“

Und er betonte: „Es freut uns, dass das Bauen mit Holz wieder einen richtigen Schwung bekommen hat“, schließlich ist der Baustoff sehr widerstandsfähig: „Wir wissen heute, dass ein kleiner Holzbalken dem Brand länger standhält als ein Eisenträger, der spröde wird!“, sogar Autobahnbrücken könnten aus Holz entstehen.

Baden-Württemberg hat daher eine Holzbauoffensive ins Leben gerufen und setzt in verschiedenen Bereichen auf Holz: Etwa im Wohnungs-, Büro‐ und Verwaltungsbau, Beherbergungstätten‐ und Kindertagesstättenbau, Sakralbau, Sport‐ und Versammlungsstättenbau, Gewerbe‐ und Industriebau, Landwirtschafts-, Turm‐ und Brückenbau. Denn, so Kretschmann: „Aus Klimaschutzgründen ist es allerhöchste Zeit, dass wir diesen nachwachsenden Rohstoff nutzen.“

„Dadurch entsteht in unseren Städten ein zweiter Wald also ein großer CO2-Speicher.“

Weiterer Vorteil Holzbaus: „Dadurch entsteht in unseren Städten ein zweiter Wald also ein großer CO2-Speicher.“ Dafür lobte er auch die Zimmerer: „Sie arbeiten im Zentrum des Klimaschutzes - im Kampf gegen die Erderwärmung.“

Zum Schluss erklärte Kretschmann, dass Baden-Württemberg ein Laubholzinstitut gründen wird. Dort soll weiter erforscht werden, welche Laubhölzer sich als Baustoff eignen. Dafür gibt das Land rund 17 Millionen Euro aus.

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